Heimische Unternehmen scheuen sich noch immer vor modernen Formen des Marketings

Was mag das für ein Aufsehen gewesen sein, als Mitte des 19.Jahrhunderts in Berlin die ersten Litfaßsäulen aufgestellt wurden. Ein bislang völlig unbekanntes Objekt stand da plötzlich mitten im öffentlichen Raum, weithin sichtbar und alle Blicke auf sich ziehend.

Heimische Unternehmen scheuen sich noch immer vor modernen Formen des Marketings

Was mag das für ein Aufsehen gewesen sein, als Mitte des 19.Jahrhunderts in berlin die ersten Litfaßsäulen aufgestellt wurden. Ein bislang völlig unbekanntes Objekt stand da plötzlich mitten im öffentlichen Raum, weithin sichtbar und alle Blicke auf sich ziehend. Auf den ersten Litfaßsäulen wurden die neuesten Nachrichten und öffentliche Bekanntmachungen veröffentlicht, die auf diesem Weg recht schnell unter die Leute gebracht werden konnten. Die hohe Aufmerksamkeit, die von den Säulen generiert wurde, wurde schon bald auch von Firmen genutzt, die auf diese Weise ihre Produkte und Dienstleistungen bewarben.

Damals wie heute galt dasselbe Prinzip: Was die Blicke der Menschen auf sich zieht, das taugt als Träger von Werbebotschaften. Im 21.Jahrhundert allerdings sind solche Hingucker nicht mehr unbedingt im Stadtbild zu finden, denn ein guter Teil des Lebens hat sich inzwischen in virtuelle Welten verlagert. Daraus folgt auch für lokale und regionale Unternehmen, dass sie ihre Werbung anders ausrichten müssen, um nach wie vor die Menschen zu erreichen.

Online heißt nicht immer nur global

Viele Menschen verbinden mit dem Internet vor allem dessen globale Komponente. Kommunikation quer über alle Weltmeere und Kontinente ist oft das herausragende Merkmal, an das man beim Thema Internet denkt.

Das greift jedoch zu kurz. Inzwischen sind es nämlich vor allem regionale Inhalte, nach denen die Nutzer suchen Was passiert bei mir in der Umgebung, was sind die Öffnungszeiten der örtlichen Bücherei, wo finde ich diesen oder jenen Artikel in den Geschäften meines Heimatorts - es sind oft gerade solche Fragen, für die sich die Menschen interessieren. Für heimische Unternehmen, die vielleicht nicht in china einkaufen oder in Amerika verkaufen wollen, ist die Onlinewelt daher trotzdem ein sehr interessantes Pflaster, gerade im Hinblick auf Werbung und Marketing. Noch interessanter wird diese Tatsache dadurch, dass es sehr viele Optionen gibt, um präzises Marketing zu betreiben und dass diese oftmals sogar deutlich günstiger sind als klassische Formen der Werbung.

Ein Beispiel dafür sind die sogenannten QR-Codes. Diese schwarzweißen Vierecke mit dem rätselhaften Muster darauf lassen sich mit einem QR Code Generator für jedermann ganz leicht selbst herstellen. In dem Muster, das in Wahrheit die Umwandlung von Informationen in Bitcodes darstellt, lassen sich alle gewünschten Botschaften unterbringen. Das kann zum Beispiel das neueste Angebot sein oder ein Link zu einer Internetseite, die beim Scannen des Codes automatisch aufgerufen wird.

So ein QR-Code bringt einige Vorteile mit sich. Zum einen die Tatsache, dass er nicht sofort als Werbebotschaft wahrgenommen wird. Bei klar als solcher erkennbarer Werbung schalten viele Betrachter gleich ab, ein QR-Code dagegen erregt oft die Aufmerksamkeit der Menschen, weil sie sich fragen, was dahinter stecken könnte. Zum anderen aber auch die Flexibilität des Codes selbst.

Er kann einfach hergestellt und jederzeit verändert werden, er kann durch fast alle üblichen Smartphones problemlos gelesen werden und vor allem kann er überall angebracht werden, etwa auf Verpackungen, Schildern oder auf Papier - und sogar auch auf einem Plakat an der Litfaßsäule.